Aktionsgemeinschaft Gastropaten

Im Jahr 2002 wurde die Aktionsgemeinschaft Gastropaten gegründet und von mir moderiert. Die Beteiligten sind sich einig, dass die Qualität in der
gastronomischen Berufsbildung nur gemeinsam zu sichern ist.

An der Initiative beteiligen sich bis heute:

- Food & Beverage Management Association e.V. (FBMA)
- Verband der Köche Deutschlands e.V. (VKD)
- Verband der Serviermeister Restaurant- und Hotelfachkräfte e.V. (VSR)
- Landesverband DEHOGA Hessen e.V.
- Gastronomische Akademie Deutschlands e.V. (GAD)
- Qualitätszirkel zur Verbesserung der Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe Nordhessen (QAN)
- EUROTOQUES

 

Gemeinsamen Ziele

Nachwuchs für das Gastgewerbe gewinnen, qualifiziert ausbilden und für die Branche erhalten. Die Mitglieder der beteiligten Organisationen müssen sich persönlich mit dem gemeinsamen Ziel der Qualitätssicherung identifizieren. Auf der Basis der Satzungen verpflichten sich die Mitglieder, an dem Ziel der Qualitätssicherung in der gastronomischen Berufsausbildung mitzuwirken.

Jedes Mitglied ist eine Patin oder ein Pate. Das Ziel der Patenschaft ist, junge Menschen über das Gastgewerbe zu informieren und die Auszubildenden qualifiziert auszubilden. Die Patinnen und Paten sind Botschafterinnen und Botschafter der Branche und wirken aktiv an der Sicherung des
Fachkräftebedarfs mit.

Wer Verantwortung in der Berufsbildung trägt, muss die Situation unter langfristigen Aspekten betrachten. Um das Ziel zu erreichen, verpflichten sich die Patinnen und Paten, Hilfestellung bei persönlichen und fachlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit Berufsinformationen und Berufsausbildung zu geben.

Zu den wesentlichen qualitätsbestimmenden Faktoren gehören:

- Die Werbung und Auswahl vom Auszubildenden
- Die Gestaltung der Probezeit
- Die Qualifizierung, Weiterbildung und Förderung von Ausbilderinnen und Ausbildern
- Die Einführung in den Betrieb
- Die Unterweisung
- Der höfliche Umgang im Unternehmen
- Die Einhaltung von Ausbildungs- und Versetzungsplänen
- Die Gestaltung von Dienstplänen
- Das persönliche Erscheinungsbild
- Die Einhaltung der einschlägigen Gesetze
- Die Führung der Ausbildungsnachweise
- Die Lernortkooperation von Betrieb und Berufsschule
- Die Freistellung zur Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte
- Die Konsequenzen einer Zwischenprüfung
- Das Hinführen zu selbständigem Handeln
- Die Zusammenarbeit von Auszubildenden und Gastgeberteam
- Die kontinuierliche Verbesserung der Lernbedingungen
- Die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
- Die Ansprechpartner/-innen außerhalb der Ausbildung
- Die Mitarbeit im Prüfungsausschuss
- Die Organisation und Durchführung von Schülerpraktika
- Die Personalentwicklung durch Weiterbildung
- Das Ende der Ausbildung und die Nachbetreuung
- Der korrekte Abschluss eines Ausbildungsvertrages

Um die Mängel zu beseitigen und die Qualität zu sichern gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Hierzu gehören unter anderen:

- Die Zusammenarbeit mit allgemeinbildenden Schulen zur Verbesserung der Grundqualifikationen und Informationen über die Berufsausbildung im Gastgewerbe.
- DieDurchführung von Image bildenden Maßnahmen, Sponsoring, Berufsbildungsmessen und Praktika, unter Einbindung von Partnern und Auszubildenden 
  sowie aktive Öffentlichkeitsarbeit durch Aktionen.
- Die Nutzung aller Möglichkeiten des Azubimarketings.
- Die Verbesserung der Kommunikation, der Personalführung und Personalentwicklung im Gastgeberteam.
- Die Gespräche, Praktika und Informationen für Ausbildungsberater/-innen, Berufsberater/-innen, Lehrer/-innen, Eltern und andere Multiplikatoren.
- Die Informationen zur Umsetzung der Ausbildungsordnungen.
- Die Angebote zur Weiterbildung von Ausbildern und Prüfern.
- Die Weiterentwicklung der bestehenden Prüfungsstandards und Bewertungskriterien für die Zwischen- und Abschlussprüfung.
- Der Ausbau von Fachkompetenzen durch verpflichtende Lehrerweiterbildung in den Berufsschulen.
- Der regelmäßige und berufsbezogene Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten.